Was ist Miso und was macht man damit? Mit Rezeptideen

Kennst du die Unterschiede zwischen den vier verschiedenen Misopasten, die es gibt? Wir machen den Vergleich. Nach diesem Artikel bist du ein Miso-Kenner!
7. Februar 2024

Was ist Miso?

Okay, lass uns mit ein wenig Theorie beginnen. Miso ist eine fermentierte Sojapaste aus Japan. Sie sieht ein bisschen so aus wie ein Brotaufstrich. Miso besteht aus Sojabohnen. Manchmal wird noch entweder fermentierter brauner Reis, weißer Reis oder Gerste hinzugefügt. Durch das Mischen dieser Grundzutaten mit Koji (einem ‘guten’ Pilz) wird ein Fermentationsprozess in Gang gesetzt. So entsteht in wenigen Wochen bis Jahren ein brauner Brei, der Miso genannt wird. Je dunkler die Farbe des Misos, desto länger hat die Fermentation gedauert und desto kräftiger ist der Geschmack.

Was sind die verschiedenen Arten von Miso?

Traditionelles Rezept = authentischer Geschmack!

Unser Miso wird seit Generationen ganz traditionell in Japan hergestellt. Der weltweite Trend der Beschleunigung von Produktions- oder Fermentationsprozessen kümmert die Japaner nicht. Für sie kommt das überhaupt nicht in Frage, denn Miso braucht Zeit, um zu reifen und diesen super raffinierten Geschmack zu entwickeln. Und dieser Geschmack ist wirklich etwas ganz Besonderes! Wer sich mit der japanischen Küche auskennt, erkennt den Umami-Geschmack sofort. Wusstest du schon, dass Umami japanisch für „köstlich würzig“ ist?

Wie verwendet man Miso in der Küche?

Miso kann süchtig machen. Wenn du erst einmal weißt, was du alles damit machen kannst, wirst du Miso bald für alles Mögliche benutzen. Es fügt Gerichten einen ganz besonderen Geschmack hinzu und ist ein großartiger Ersatz für den oft chemischen Brühwürfel. Miso ist vegan, genau wie 99% unserer anderen japanischen Produkte. Bis auf das Miso mit Gerste sind alle Sorten glutenfrei.

Die Unterschiede auf einen Blick

 Fermentation    Basiszutaten   Geschmack   Textur   Glutenfrei?
Hatcho Miso Min. 24 Monate Sojabohnen Sehr kräftig Fest Ja
Genmai Miso Min. 18 Monate Sojabohnen und brauner Reis Relativ kräftig Weich Ja
Mugi Miso Min. 18 Monate Sojabohnen und Gerste Kräftig Weich Nein
Shiro Miso 2-6 Wochen Reis und Sojabohnen Mild Etwas fester Kann Spuren enthalten

Mugi und Genmai Miso sind sich geschmacklich am ähnlichsten. Mugi Miso hat einen etwas salzigeren Geschmack und ist vielleicht etwas malziger. Du wirst sicher ganz schnell herausfinden, welches Miso dir am besten schmeckt.

Ist Miso pasteurisiert?

Hatcho Miso gärt für mindestens 2 Jahre. Das ist so extrem lange, dass eine Pasteurisierung nicht notwendig ist. Das gleiche gilt auch für Genmai und Mugi Miso im Glas. Sie gären etwa 18 Monate.

Was ist mit dem Miso, das in Beuteln kommt? Beim Miso im Beutel pasteurisieren wir die Sojapaste. Wenn wir dies nicht täten, würde das Miso quasi in der Tüte „weiterwachsen” und sich wölben. Eine Notwendigkeit also!

Rezeptideen mit Misopaste

Hatcho Miso ist lecker:

  1. als Brotaufstrich: Mische 3 Essöffel Erdnussmus mit 1-2 Teelöffeln Hatcho Miso.
  2. zum Würzen von (vegetarischen) Eintöpfen und Wokgerichten: Kombiniere Miso mit Tamari und/oder Teriyaki

Genmai Miso schmeckt super in:

  1. Aufstrichen oder Dips: besonders in Kombination mit Mandelmus.
  2. Misosuppe: Knoblauch, Ingwer, Peperoni und Gemüse deiner Wahl in einer Pfanne kurz anbraten und mit Wasser aufgießen. Zum Schluss das Miso zusammen mit einem Schuss Tamari hinzufügen. So bleibt der kräftige Miso-Geschmack bestens erhalten!

Mugi Miso macht sich klasse in:

  1. Misosuppe
  2. Marinade für Gemüse, Fisch oder Fleisch: Auberginen- oder Maiskolben mit Miso einreiben oder auch Hühnchen oder Tofu mit Miso, Sesamöl, Genmai Su, Chili und Knoblauch marinieren.

Shiro Miso passt perfekt zu:

  1. Süßspeisen, wie Eis oder im Zuckerguss für Kuchen
  2. Müsli: Haferflocken und Nüsse mit einer Mischung aus Miso, Tahini und Ahornsirup marinieren